Spezielle Maßnahmen

Univ. Prof. Dr. Andreas Temmel

CPAP-Maskentherapie
Die kontinuierliche positive Überdruckbeatmung der CPAP-Therapie (continuous positive airway pressure) stellt die effektivste Behandlungsmethode der Schlafapnoe dar. Dabei werden die Patienten über eine individuell angepasst Nasenmaske mit Raumluft beatmet, wobei ein kontinuierlicher positiver Druck den Atemwegen zugeführt wird. Durch den Beatmungsdruck werden die Atemwege offengehalten, so dass sich Schlaf und Atmung wieder normalisieren. Die Beatmung mit dem CPAP-Gerät ist eine physikalische Maßnahme und sie muss daher jede Nacht eingesetzt werden. Die CPAP-Therapie wird vorwiegend zur Behandlung von obstruktiver Schlafapnoe eingesetzt. Neue Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass diese Therapie auch in vielen Fällen der zentralen Schlafapnoe erfolgreich sein kann. Das Hauptproblem der CPAP-Therapie ist die Compliance, das heißt es gibt relativ viele Therapieabbrecher.

Beispiel einer CPAP Maske PhotoComfortCurveHead

 

Velumount Schnarchspange (www.velumount.at)
Liegt das Hauptproblem des Schnarchens und der Schlafapnoe beim Gaumensegel, so kann man eine Spange einesetzen, die den weichen Gaumen schient und dadurch sowohl die Vibration, also das Schnarchen, als auch den Kollaps dieser Struktur verhindert und damit eine Verbesserung der Schlafqualität bringt.

Velumount Spange

 

Aufbissschienen
Manchen Patienten kann mit individuell angepassten Aufbissschienen für Ober- und Unterkiefer geholfen werden. Mit diesem technischen Hilfsmittel werden die Atemwege offengehalten, indem Kiefer, Zunge und weicher Gaumen leicht nach vorne verlagert werden.

protrusionsschiene2    protrusionsschiene

 

Chirurgische Korrekturen
Engstellen, die die Atmung im Schlaf ungünstig beeinflussen, können in manchen Fällen operativ korrigiert werden. Dazu zählen beispielsweise vergrößerte Mandeln und Polypen, die vor allem bei Kindern häufig vorkommen, sowie Missbildungen des Kiefers und weichen Gaumens und eine für die Atmung ungünstig verlaufende Nasenscheidewand.

Ein operatives Verfahren zur Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe stellt die Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP) dar. Dabei wird Fett- und Bindegewebe im Rachenbereich entfernt, das die Atemwege im Schlaf behindern könnte. In der Forschung konzentriert man sich derzeit auf die Frage, unter welchen Bedingungen Patienten mit dieser Methode erfolgreich geholfen werden kann.

 

Medikamente
In der Regel profitieren Schlafapnoeiker nur in geringem Maße von einer medikamentösen Behandlung. Ein wirklich gegen das Schnarchen oder die Schlafapnoe wirksames Medikament wurde noch nicht gefunden. Allerdings lassen sich bei leichter Schlafapnoe durch einige Medikamente Verbesserungen erzielen. Medikamente werden auch eingesetzt, um begleitende Erkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck oder verbleibende Schläfrigkeit zu behandeln. Bei allen medikamentösen Therapien ist auf Nebenwirkungen zu achten, welche die Lebensqualität einschränken können. Hier ist ein genaues Abwägen der Vor- und Nachteile durch den Arzt erforderlich.

pillen

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