Schnarchen – Die unterschätzte Gefahr

Mehr als zwei Millionen ÖsterreicherInnen sind vom Schnarchen geplagt. Schlechter Schlaf birgt ein Gefahrenrisiko durch Müdigkeit. Schlafapnoen sind besonders dramatisch.

30 Prozent der Männer und mehr als zehn Prozent der Frauen schnarchen regelmäßig. So auch im  wohlverdienten Sommerurlaub. Wenn die ersehnte Erholung durch einen schnarchenden Bettgefährten gestört ist hängt der Urlaubssegen schnell schief. Betroffene haben Schuldgefühle, Leidtragende wünschen sich Ruhe und tiefe, süße Träume. Stattdessen schubst man zunehmend unsanft den Schnarchenden und spürt Verzweiflung und Wut aufkeimen. Keine guten Voraussetzungen für entspannte Urlaubstage.

Schlafräubern auf der Spur
Ein „sägender“ Bettnachbar bietet keine ausreichende Regeneration in der Nacht. Doch diese ist die Basis für unsere Gesundheit. Wer am Morgen nicht ausgeruht ist, leidet tagsüber unter Konzentrationsschwäche
und Gereiztheit. Die Leistungsfähigkeit ist beeinträchtigt. Die Fehlerquote ist erhöht, die Reaktionsgeschwindigkeit beeinträchtigt. Fatale Folgen für Alltag, Beruf und letzteres besonders im Straßenverkehr.
„Nur“ unausgeschlafen?

  • Tagesschläfrigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Gedächtnisstörungen
  • Kopfschmerz beim Erwachen
  • Nachtschweiß
  • gesteigerte Reizbarkeit
  • morgens Schwindelgefühl

Diese Symptome beeinträchtigen das Tagesgeschehen und sollten von Betroffenen ernst genommen werden.

Die Geräusche beim Schnarchen …
… entstehen durch Schwingen der erschlafften Rachen-Weichteile während des Schlafes. Im Schlaf entspannen  sich die Muskeln. Dadurch fallen zum einen die Atemwege im Rachen leicht ein und verengen sich. Zum anderen können Gaumen und Rachenzäpfchen durch die Erschlaffung der Muskeln besonders leicht in der Atemluft vibrieren und so die typischen Schnarchgeräusche hervorrufen. Alkohol, Schlaf- und Beruhigungsmittel fördern die Muskelentspannung und begünstigen so das Vibrieren des Rachengewebes.
Bei übergewichtigen Personen können Fettablagerungen im Rachenbereich zu engen Atemwegen führen. Auch Schnupfen und Allergien behindern durch angeschwollene Nasenschleimhäute die Atmung. Schläft man auf dem Rücken, senkt sich der Zungengrund, was die Atemwege verengt. Anatomische Gegebenheiten wie eine verkrümmte Nasenscheidewand, Polypen oder übermäßig viel Rachengewebe können ebenfalls Auslöser für ein Schnarchen sein. Auch Alkoholgenuss und schweres Essen am Abend begünstigen das Schnarchen. Der Bettnachbar ist durch die Geräuschkulisse, die teilweise mit einem Lärmpegel (bis 70 Dezibel) eines  Presslufthammers mithalten kann, massiv in seiner Ein- und Durchschlafphase gestört. Doch auch der Betroffene selbst leidet. Seine Gesundheit ist nämlich in Gefahr. Besonders, wenn es zu Schlafapnoen kommt.

Die Gefahr schnarcht mit
Die größte Gefahr droht nämlich, wenn das Schnarchen mit sogenannten Schlafapnoen (Atemstillständen im  Schlaf) kombiniert ist: Durch den Sauerstoffmangel bei Schlafapnoen steigt das Risiko eines Schlaganfalls und Herzinfarkts sowie die Gefahr der plötzlichen Erblindung. Eine Schlafapnoe liegt vor, wenn die Atemaussetzer
mindestens zehn Sekunden andauern und häufiger als fünf Mal in der Stunde vorkommen. Die Schlafapnoe kann so weit gehen, dass die Sauerstoffversorgung zum Gehirn zeitweilig völlig ausbleibt („Obstruktive Schlafapnoe“). Spätestens hier bestehen ernste gesundheitliche Bedenken. Ist das Schnarchen noch normal oder stecken vielleicht doch ernstzunehmende Atemaussetzer dahinter?

Folgen der Schlafapnoe:

  • Erhebliche Belastungen des Herz-Kreislaufsystems
  • Herzrhythmusstörungen während des Schlafs
  • Anstieg des Blutdrucks
  • ebenso Anstieg des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos
  • Tagesmüdigkeit und ihre negative Folgen.

Mehr als eine Nervensäge
Die Halsschlagader, die Hauptversorgung ins Gehirn, ist bei Schlaganfall-Patienten durch Mangelversorgung oft verengt. Damit steigt auch das Risiko, dass ein Blutgerinnsel ein Blutgefäß im Gehirn erneut verstopft.
Laut einer Studie leiden starke Schnarcher besonders häufig an einer krankhaften Verengung der Karotis-Halsschlagader, die auch das Gehirn versorgt. Das schreiben australische Forscher um Sharon Lee und ihre Kollegen vom Ludwig Engel Centre for Respiratory Research vom Westmead Hospital im Fachmagazin „Sleep“. Die Mediziner untersuchten mithilfe von Ultraschall die Blutgefäße von 110 Erwachsenen im Alter zwischen 45 und 80 Jahren. Darüber hinaus überprüften sie die nächtlichen Atemgeräusche in einem  Schlaflabor. Ergebnis: Von den leichten Schnarchern hatten etwa 20 Prozent eine Arterienverkalkung
in der Halsschlagader. Mittelstarke Schnarcher zeigten in 32 Prozent Auffälligkeiten. Heftige Schnarcher hatten in 64 Prozent deutliche Gefäßverengungen in dem Blutgefäß, das das Gehirn versorgt.

Regenerationsquelle Schlaf
Schlafmediziner empfehlen verschiedene Verhaltensweisen, die einen ruhigen und erholsamen Schlaf fördern.  Dazu gehören unter anderem

  • die Schlafumgebung (dunkles Zimmer, keine lauten Geräusche usw.)
  • die Ernährung (leichtes Abendessen, kein Alkohol)
  • die Vermeidung von körperlichen Anstrengungen nach 18 Uhr
  • Entspannungsübungen oder ein warmes Bad
  • Kein Rauchen nach 19 Uhr
  • Kein Kaffeetrinken vier bis acht Stunden vor dem Zubettgehen
  • Das Einhalten von Zubettgehzeiten
  • oder auch ritualisierte Verhaltensweisen bei Einschlafproblemen.

Bei Verdacht auf vorliegende Schlafapnoen begibt man sich in schlafmedizinische Untersuchung bzw. Behandlung. Der Schweregrad der Atemstörung kann ermittelt werden. Geeignete Therapien, wie etwa eine Schnarchspange, können in Erwägung gezogen werden.

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