Studien: Schlafapnoe fördert Krebs

apnoe

Neue Untersuchungen zeigen einen Zusammenhang zwischen Schlafapnoe und Wachstum von Krebszellen.
Hier geht’s zur Studie: http://www.medicaldaily.com/sleep-apnea-hypoxia-cancer-outcomes-377689
Wenn wir an das Thema Schnarchen und Schlafapnoe (Atemunterbrechungen im Schlaf) ansprechen, ist der erste Gedanke immer das störende, teilweise sehr laute Geräusch – das Schnarchen. Doch es kann auch zu Tagesmüdigkeit und Verbindung damit zu Bluthochdruck und Herzerkrankungen kommen.

Soweit ist dieses Thema den meisten die sich damit beschäftigen klar. Aber dass Apnoe sowie lautstarkes und intensives Schnarchen mit Sauerstoffendsättigung das Wachstum der Krebszellen fördern kann ist definitiv neu!

Auf dem Kongress der „European Association of Urology“ 2016 in München hat Dr. Antoni Vilaseca vom „Hospital Clinic Barcelona“, seine Ergebnisse eines neuen Experiments präsentiert, welches die Verbindung zwischen der Verschlechterung von Krebszellen und Schlafapnoe untersucht hat.

In der Studie untersuchten die Forscher die Entwicklung von Tumoren unter Sauerstoffentzug. Dazu wurde die Hälfte der Versuchsgruppe einer Reduktion von Sauerstoff zugeführt um eine Hypoxie zu simulieren: Hypoxie bedeutet nicht genügend Sauerstoff in den Körper aufzunehmen. Etwas, was Menschen mit Schlafapnoe erleben, wenn eine Atempause im Schlaf aufgrund kollabierender Atemwege entsteht. Diese Personen erleben die simulierte Hypoxie während jedem Schlaf!

Mangel an Sauerstoff unterstützt das Wachstum von Blutgefäßen in Tumoren
Bei der Versuchsgruppe die der Hypoxie unterzogen wurde, konnte eine erhöhte Menge an vaskulären Vorläuferzellen und endothelialen Zellen in den Nierentumoren gefunden werden.
Diese Zellen fördern grundsätzlich die Schaffung neuer Blutgefäße in den Tumoren. Dies ist problematisch, wie Dr. Vilaseca ausführt: „Patienten, die an obstruktiver Schlafapnoe leiden haben in der Regel auch intermittierende Hypoxie. Die Studie zeigt, dass eine intermittierende Hypoxie das Potenzial hat, die Bildung von Blutgefäßen innerhalb von Tumoren zu fördern, was bedeutet, dass die Tumore mehr Nährstoffe haben und schneller wachsen.“
Diese Erkenntnis ist bekannt, da der menschliche Körper neue Blutgefäße aufgrund eines Mangels an Sauerstoffzufuhr erzeugt. Z.B. Mangel an Sauerstoff aus zu langer Verwendung von Kontaktlinsen. Wenn dies unbehandelt bleibt, könnte man das Augenlicht völlig verlieren.
Die Ergebnisse dieser neuen Studie stehen in Resonanz mit einigen früheren Studien (http://erj.ersjournals.com/content/39/1/215) die zeigen, dass Schlafapnoe das Wachstum von Krebszellen fördern kann, und helfen diese Theorie zu konkretisieren.

Dass Schlafapnoiker häufiger Krebs bekommen, ergab auch die Wisconsin-Studie (http://www.atsjournals.org/doi/full/10.1164/rccm.201204-0657ED#.VvOh8cvmqUk), eine große Studie mit über 1500 Teilnehmern, bei denen neben anderen Parametern 22 Jahre lang auch die Todesursachen erfasst wurden. Bei der Aufnahme in die Studie wurden alle Probanden mittels Polysomnografie auf das Vorliegen einer obstruktiven Schlafapnoe untersucht. Dann wurde für sämtliche Schlafapnoe-Schweregrade gesondert analysiert, wie häufig die Studienteilnehmer an Krebserkrankungen starben.
Das Ergebnis war erschreckend: Menschen mit mittelschwerer Schlafapnoe (Apnoe-Hypopnoe-Index 15 bis 30) hatten ein doppelt so hohes, Patienten mit schwerer Schlafapnoe (AHI über 30) sogar ein fast fünfmal so hohes Risiko, an Krebs zu sterben. Bei leichter Schlafapnoe (AHI 5 bis 15) war das Risiko nur geringfügig erhöht.

Dies sollte definitiv ein Grund sein, die möglichen Schäden von Schnarchen und Schlafapnoe zu erkennen und das Problem dringend zu lösen.

Wie Sie erkennen, ob Sie unter Schlafapnoe leiden

  1. Schnarchen Sie extrem laut kann dies früher oder später zu Apnoe führen
  2. Fühlen Sie sich müde wenn Sie aufwachen oder fühlen Sie sich oft müde den ganzen Tag?
  3. Fragen Sie Ihren Partner/in. Bei der am häufigsten auftretenden Schlafapnoe (der obstruktiven) hört man kontinuierliches Schnarchen und dazwischen eine Pause von mehreren Sekunden bis zu einer Minute. Danach passiert in der Regel ein tiefer Atemzug, ähnlich einem Ringen nach Luft, bevor es wieder in ein Schnarchen übergeht. Dieser Zyklus wiederholt sich in der Nacht mehrfach.
    Bei der weniger häufig vorkommenden Schlafapnoe (Zentral), hält man ebenso den Atem für einige Zeit an, aber es steht nicht unmittelbar mit Schnarchen in Verbindung.
  4. Installieren Sie sich eine kostenlose APP am Smartphone (z.b: SnoreLab), mit welcher Sie eine Aufnahme Ihres Schlafes einfach erstellen können. Damit können Sie erkennen, ob es irgendwelche Anzeichen von Schlaf-Apnoe gibt
  5. Sie sollten bei Verdacht auf Schlafapnoe unbedingt einen Arzt konsultieren und eine Lösung für Ihr Problem suchen!
  6. In Fällen mit obstruktiver Schlafapnoe kann die Velumount Gaumenspange zu hohen Prozentsätzen eine erfolgreiche Abhilfe schaffen!  www.velumount.at